Partner-Landwirt Hilarius Häußler

Hafer- & Dinkel-Ernte 2016 in Gallenbach

"Hod ois super basst!"

 

 

 

Unser Partner-Landwirt Hilarius Häußler hat wunderbare Fotos von seiner diesjährigen Hafer- und Dinkel-Ernte geschickt, die uns eine kleine Vorstellung geben, was zur Erntezeit so los ist auf den Feldern.

 

   

Die Dinkelernte war für Hilarius gewissermaßen ein echter "Großkampftag", den neben dem Barnhouse-Dinkel wurden am selben Tag auch Erbsen, Weizen und Emmer gedroschen. Aber wann weiß der Bio-Bauer, welcher Tag der richtige ist? "In den Wochen vor der Ernte beobachtet man das Feld genau. Irgendwann erreicht der Dinkel die sogenannte Teigreife: Man beisst aufs Korn, das bei Teigreife eine leicht weiche Konsistenz hat.", erklärt uns Hilarius.

 

"Dann braucht es noch ein paar schöne Tage, damit das Korn trocknet. Anschließend muss es noch ein Mal draufregnen. Und nach weiteren zwei bis drei schönen Tagen wird geerntet!" Im schönsten Oberbayerisch (das wir so in Schriftform hier nie wiedergeben könnten...) bringt der leidenschaftliche Bio-Bauer diese Abfolge auf den Punkt. "Vormittags wird dann die Feuchte gemessen und wenn's passt, wird gedroschen."


"Der Dinkel hatte die perfekte Druschreife - ich habe genau den richtigen Tag für die Ernte erwischt.", freut sich Hilarius und fasst zusammen: "Hod ois super basst!" Die Körner sind dieses Jahr etwas kleiner und leichter als sonst, weil es zu kühl und zu nass war - Dinkel hat es lieber warm und trocken.

 

   


Im Gegensatz zum Hafer, der es eher feucht und nicht so heiß mag.
Die Haferernte 2016 war deshalb in Gallenbach sehr zufriedenstellend. "Die perfekte Witterung - und die Qualität ist sehr gut!", meint Hilarius, der von Unwettern - im Gegensatz zu anderen Kollegen in der Region - verschont wurde. Hilarius hat seinen Barnhouse-Hafer zusammen mit dem Einkorn ein paar Tage nach dem Dinkel gedroschen. Wichtig ist der Einsatz eines bodenschonenden Mähdreschers. "Gerade für uns Bio-Bauern ist es ja enorm wichtig, den Boden nicht zu schädigen. Da ist es am besten, wenn der Boden gut trocken ist - heuer eine Herausforderung, weil's so feucht war."

   


Hilarius bekommt bei der Ernte die unverzichtbare Unterstützung seines konventionell arbeitenden Kollegen Konrad aus Galned, der mit seinem Mähdrescher angerückt ist.
Aber gibt's hier kein Problem mit einer Kontamination durch Nicht-Bio-Getreide? "Keine Sorge!", garantiert Hilarius. "Konrad drischt mit seinem Mähdrescher die ersten 15 bis 20 Meter meines Feldes. Dieses Bio-Getreide wird - zusammen mit den noch im Mähdrescher befindlichen Resten an konventionellem Getreide - separiert und für Schweinefutter verwendet. Danach wird der Mähdrescher mit großem Gebläse penibelst gereinigt."

Damit ist gewährleistet, dass sich kein konventionelles Korn mehr im Mähdrescher befindet - eine Vorgehensweise, die für die Öko-Kontrolle auch schriftlich dokumentiert werden muss. Erst nach der Reinigung wird dann das Bio-Getreide gedroschen.

   


So ein Erntetag ist natürlich auf einem Hof kein alltägliches Ereignis. Ein besonderer Tag für die ganze Familie Maier-Häußler, die sich auch um im Ort untergebrachte Flüchtlinge kümmert. Und so durfte bei der Hafer-Ernte auch die kleine Amina, die zur Zeit in Gallenbach lebt, dabei sein und auf dem Schoß von Tochter Magdalena sogar die erste Mähdrescherfahrt ihres Lebens erleben.

   


"2016 war ein sehr spannendes Jahr für uns Bauern.", macht er deutlich. "Durch die Wetterextreme und die regional sehr unterschiedlich aufgetretenen Unwetter wie Starkregen oder gar Hagel war das eine echte Herausforderung. Und genau deshalb ist es gut, dass wir Partner-Landwirte mit Barnhouse einen sicheren Abnehmer haben, der uns faire Preise garantiert."