Lernen Sie unsere Partner-Landwirte kennen:

Hans Reichl │Schafdorner Hof

"Mir macht es ungemein Spaß, zu wissen, wohin mein Getreide geht!"

 

 

 

Wir sind zu Besuch bei Hans Reichl auf dem Schafdorner Hof bei Schwindegg, ca. 20 Autominuten nordöstlich von Barnhouse entfernt, eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft. Die Geschichte des traditionellen Vierseithofes, der von Hans und seiner Frau Astrid bewirtschaftet wird, reicht mehrere hundert Jahre zurück. 40 Hektar ist er groß, davon sind 30 ha Ackerland.

Der Schafdorner Hof liegt sehr idyllisch in einer weitläufigen Senke und als wir eintreffen, werden wir von den Lamas Fridolin und Wendelin, den Alpakas Ernie und Bertie sowie natürlich Oskar, dem Hofhund, neugierig begrüßt. Schafe, Ponys und Hasen sind ebenfalls im Obstgarten und auf den benachbarten Weiden zu finden.

   


Hans Reichl baut für Barnhouse Hafer und Dinkel an, aber auch Weizen und Roggen für die Hofpfisterei sowie Braugerste für das gute Bio-Bier der Mühldorfer Unertl-Brauerei. Bohnen, Kleegras und Erbsen wachsen für die Aufzucht von Kalbinnen (so nennt man in Bayern die weiblichen Jungrinder), die später einmal als Kühe Bio-Milch für die Molkerei Berchtesgadener Land geben werden. Der Schafdorner Hof ist Naturland-zertifiziert und wurde 2001 auf "Bio" umgestellt.

Im Obstgarten gibt es seit 10 Jahren das AmVieh-Theater, eine Kleinkunstbühne mit einem neuerrichteten Biohotel. Die Besucher werden mit 100% biologischen Speisen und Getränken versorgt - viele davon stammen vom eigenen Hof. Seit die Hotelgäste wissen, dass der Hafer für das Barnhouse Granola vom Hof kommen, schmeckt ihnen das Hotelfrühstück nochmal besser.

    


Warum er Bio-Landwirt ist, haben wir Hans bei unserem Besuch gefragt. "Biologische Landwirtschaft denkt in regionalen Kreisläufen. Damit schützt sie wichtige Ressourcen wie Wasser, Luft und Boden. Das Ergebnis sind artenreiche Landschaften und dauerhaft fruchtbare Böden.", antwortet er und seine Überzeugung ist deutlich hörbar. "Das menschliche Miteinander in der Biobranche ist geprägt von Respekt und Verantwortungsbewusstsein. Und das Beste an bio: Es darf sogar beim 'Geschäftemachen' gelacht werden, weil Partnerschaft hier ehrlich gemeint ist." Worte, denen wir nur zustimmen können.

   


Wir begleiten Hans bei seinem Rundgang über die Felder, die den Hof direkt umgeben. Natürlich interessiert uns besonders das Feld, auf dem der Hafer für unser Granola wächst. Unser letzter Besuch ist noch nicht so lange her und wir sind erstaunt, wie schnell das Getreide inzwischen wieder gewachsen ist. Mit prüfenden Blick kontrolliert Hans die Entwicklung und den Zustand der Halme, sticht Erde aus dem Acker, um uns die darin vorhandenen Regenwürmer zu zeigen - wichtige Indikatoren für einen gesunden, lebendigen Boden, der von Agrochemie verschont ist.


Die sogenannte "Humuswirtschaft" ist im Öko-Landbau für die Bodenqualität von großer Bedeutung. Hier wird nichts einfach "weggespritzt", sondern genau beobachtet. Hier kommt Wissen und Erfahrung zum Einsatz, nicht die Pestizid-Kanister der großen Chemie-Multis. Auf dem Getreidefeld unerwünschte Pflanzen werden mechanisch entfernt.

   


Bei den vielen Gesprächen, die wir im Rahmen unseres Regional-Projekts mit Hans Reichl geführt haben, war sein großes Engagement und die Liebe zu seinem Beruf immer spürbar. Was bedeutet es für ihn denn ganz persönlich, Landwirt zu sein? "Das ist mein Traumberuf: sich in der Natur zu bewegen und sie beobachten, das Kommen und Gehen der Jahreszeiten hautnah mitzumachen. Energie pur.", erklärt er und man fängt schon fast an, den eigenen Bürojob zu überdenken.

"Mein Leben ist ebenfalls daran angepasst. Im Sommer ist viel zu tun und die Tage lang. Aber der Spaß am Arbeiten, die frische Luft und viel Sonnenlicht verhindern ein müde werden. Im Winter kommt die Natur und damit ich selber zur Ruhe. Dann ist die Zeit des Innehaltens und Erholens. Es gibt wohl keinen Beruf, bei dem man dem natürlichen Bio-Rhythmus so nahe ist."

   


Direkt neben "unserem" Hafer blüht es gerade in wunderbar leuchtendem Gelb. Hier zeigt uns Hans Reichl begeistert sein Blühfeld, auf dem das ganze Jahr über unterschiedlichste Pflanzen wachsen. Das tut dem Boden gut und die Insektenvielfalt freut sich. Die Sonnenblumen aus dem letzten Jahr dienen als Wildbienen-Hotel.

Zu wissen, woher und vom wem unser Getreide kommt, ist für uns als Bio-Verarbeiter sehr wichtig bei der Zusammenarbeit mit den Partner-Landwirten. Aber natürlich haben auch die Bauern ihre Beweggründe. "Barnhouse ist ein Pionier in der Verarbeitung ökologischer Rohstoffe und liegt quasi vor meiner Hofeinfahrt, regionaler geht es nicht mehr. Das Image des Unternehmens für ein nachhaltiges Wirtschaften sowohl in der Produktion als auch beim Umgang mit den Mitarbeitern macht es für uns Lieferanten attraktiv.", erklärt Hans.


"Bei mehreren Treffen mit der Mitinhaberin Sina Nagl entstand eine vertrauensvolle Partnerschaft. Wir Bauern wollten unbedingt mit ihr zusammenarbeiten. Herausgekommen sind langfristige Lieferverträge, die für beide einen verlässlichen und vernünftigen Preis beinhalten.  Nun wollen wir gemeinsam die Entstehung der Krunchys und Granolas für den Verbraucher noch transparenter machen. Uns macht es ungemein Spaß, zu wissen, wohin unser Getreide geht! Echt lässig!"

     


 Unser gemeinsamer Rundgang endet im Innenbereich des Vierseithofes und wir dürfen noch herzliche Bekanntschaft mit den Eltern von Hans machen, die ebenfalls hier leben. Die familiengeführte bäuerliche Landwirtschaft ist hier kein bemühtes Klischee, sondern wird ganz selbstverständlich gelebt.


Und Hans Reichl spricht sicher nicht nur für sich selbst, wenn er sich wünscht, dass die Barnhouse-Kunden fühlen und schmecken sollen, wieviel Spaß und Lebensfreude das regionale Arbeiten bringt. "Dazu braucht der Verbraucher natürlich Infos über uns Bauern und unsere Art der Landbewirtschaftung. Nur so kann unsere Vision 'regional und fair ernährt mehr' Wirklichkeit werden."

Übrigens: Bei Interesse bekommen Sie vom Land- bzw. „Kulturwirt“ Hans Reichl auf Anfrage gerne ein Hofführung.

 

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