Eine lohnenswerte Investition in die Weiterentwicklung des Öko-Landbaus:

Barnhouse finanziert den ersten ökologisch gezüchteten Spelzhafer

 

 

 

Mit vierzig Landwirten aus der Region, die für Barnhouse Hafer und Dinkel anbauen, ist unser noch junges Regionalprojekt ein voller Erfolg. Nun zünden wir die nächste Stufe und finanzieren mit 45.000 € den weltweit ersten Spelzhafer aus biologisch-dynamischer Züchtung, der dann als „Barnhouse-Hafer“ auf den Feldern unserer regionalen Partner-Landwirte wachsen soll.

„Was viele nicht wissen: Derzeit stammt das Saatgut aller Hafersorten, die ökologisch angebaut werden, aus konventioneller Züchtung.“, erklärt Barnhouse-Gründerin Sina Nagl. „Bei der Saatgutproduktion findet oftmals lediglich die letzte Vermehrungsstufe unter ökologischen Bedingungen statt.“ Für uns, die wir zu 100% Bio verarbeiten, ein Unding. Im Rahmen des Regional-Projekts kam nun eine enge Kooperation mit dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel zustande.


Dr. rer. nat. Ben Schmehe, Bio-Hafer-Experte vom Dottenfelderhof


„Eine von Beginn an ökologisch gezüchtete Gelb- und Weißhafer-Sorte gibt es bislang weltweit nicht. Der Dottenfelderhof ist in Deutschland die einzige Initiative, die Spelzhafer nach den Richtlinien der biologisch-dynamischen Landwirtschaft züchtet.“, führt Sina Nagl aus. „Dabei liegt es doch eigentlich auf der Hand, wie wichtig es ist, unter den Bedingungen zu züchten, unter denen später auch der Anbau erfolgt.“ Der Bio-Hafer soll widerstandsfähiger gegen Krankheiten wie Flugbrand sein, die der konventionelle „Kollege“ einfach wegspritzt, mehr Halm produzieren für die notwendige Einstreu im Bio-Hofkreislauf u.ä.


Ein lebendiges Feld: Der "Barnhouse-Hafer" auf Sepp Brauns Hof bei Freising


Da die Entwicklung und Anmeldung dieses Hafers sehr aufwändig und auch teuer ist, unterstützt und begleitet Barnhouse das Saatgut-Projekt finanziell bis 2018 mit insgesamt 45.000 €. Eine notwendige Finanzierung, um die letzten Hürden für die Saatgutzulassung zu nehmen. „Und eine lohnenswerte Investition in die Weiterentwicklung des Öko-Landbaus!“, ergänzt Sina Nagl.

Die bisherigen Erfolge bei der Züchtung des „Barnhouse-Hafers“ sind äußerst vielversprechend. Auf dem Feld des Barnhouse Partner-Landwirts Sepp Braun, durch seinen ganzheitlichen Arbeitsansatz bekannt als „Bodentüftler“ und „Regenwurm-Bauer“, gedeiht der Hafer im Test bereits ganz hervorragend.

EXKURS: Züchtung und Saatgutproduktion, konventionell und biologisch. Wo sind hier genau die Unterschiede und Abgrenzungen? Wir haben Ben Schmehe befragt - seine Antworten finden Sie hier.

Der nächste Schritt: Das Barnhouse Zwei-Nutzen-Feld

In enger Zusammenarbeit mit dem visionären Bio-Bauern werden bereits die Weichen für den nächsten Schritt gestellt: das Barnhouse Zwei-Nutzen-Feld. Denn der ökologisch gezüchtete Hafer eignet sich ganz hervorragend für eine Unterpflanzung mit Leindotter. Sina Nagl ist begeistert: „Leindotter ist nicht nur eine wertvolle Ölpflanze, sondern auch ein sehr guter Bodenverbesserer – und während der Blütezeit eine wichtige Nahrungsquelle für die Bienen.“

 

Leindotter als Unterpflanzung: Bodenverbesserer, Bienennahrung und wertvolle Ölpflanze


Das „Zwei-Nutzen-Feld“ vereint damit auf einer Fläche zwei für Mensch und Natur wichtige Kulturpflanzen – eine Vision, die wir schon bald gemeinsam mit unseren Partner-Landwirten in die Tat umsetzten wollen.

Lesen Sie zu diesem Thema auch das Portrait unseres Partner-Landwirts Sepp Braun.