Im Tal der Büffel

 

November 2014: Bio-Bagger erhalten Preis
Das freut uns: Das Büffelprojekt hat den Preis der der bayerischen Landesstiftung 2014 - dotiert mit 10.000 € - erhalten! Lesen Sie mehr...

Zu diesem Anlass hat der BUND Kreisgruppe Mühldorf eine sehr lesenswerte Zusammenfassung des Büffelprojekts verfasst, die Sie hier als PDF downloaden können.


September 2014: Neues aus dem Tal der Büffel

Nachwuchs in Jettenbach! Die als vierbeinige "Bio-Bagger" eingesetzten Wasserbüffel im Landschaftsschutzgebiet bei Jettenbach (Landkreis Mühldorf) haben wieder Nachwuchs bekommen. Ende letzter Woche wurde der kleine Ivan geboren. Auf unseren Fotos sieht der kleine Büffel noch sehr zart aus, aber das wird sich sicher bald ändern. In dem weitläufigen Gelände gibt es nämlich noch viel zu fressen, bevor die Tiere in ihr Winterquartier auf den Reisererhof bei Unterneukirchen gebracht werden. 

 




Jettenbach, den 7.5.2011: eine fröhliche Gruppe aus Dorfbewohnern, Naturschützern und Mitarbeitern des Bioherstellers Barnhouse aus Mühldorf siedelt am Jettenbacher Weiher. Aus dem Wohnmobil heraus werden Saft und Kaffee gereicht, auf dem Biertisch des Bund Naturschutz locken Brezen und eine bayerische Brotzeit. Man erwartet die Ankunft von drei Wasserbüffeln aus einer Leipziger Biozucht.

 


Bio-Bagger für den Landschaftsschutz

Der Bund Naturschutz betreut in Jettenbach ein ca. 6 Hektar großes Landschaftschutzgebiet. Hier im Niedermoor leben Gelbbauchunke, Ringelnatter und Adonislibelle. Im Schilf brüten Rohrdommeln und am plätschernden Bach wohnt ein Biber. Um die Vielfalt zu erhalten, muss das Gelände nicht nur baumfrei gehalten werden – das können andere Rinder auch – die Gelbbauchunke z. B. braucht für ihre Kinderstube schön besonnte Tümpel. Solche anzulegen, ist nun Aufgabe und Freizeitbeschäftigung für die Wasserbüffel. Die massigen Tiere baden nämlich gern. Kleine Pfützen erweitern sie mit ihrem Gewicht und in dem sie sich ausgiebig suhlen. Bisher mussten die Naturschützer einmal im Jahr die Tümpel ausbaggern, diese Arbeit sollen nun die vierbeinigen Bio-Bagger übernehmen.

Wie in der Serengeti

Nach sechs Stunden Fahrt trifft der Büffeltransport aus Sachsen endlich in Jettenbach ein. Die Tiere stehen völlig gelassen auf Ihrem Hänger und lassen sich von den Zuschauern betrachten und fotografieren. Erst nach dieser Begrüßungszeremonie dürfen sie ihr neues Zuhause beziehen. Wer erwartet hatte, dass die zotteligen Gesellen sofort davonrennen und im dichten Unterholz Schutz suchen würden, der wurde eines besseren belehrt. Der Einzug der Wasserbüffel hatte etwas Spektakuläres: äußerst gelassen schreiten die drei Tiere vom Hänger herunter und wandern ohne jede Eile geradeaus. Die bisherigen Bewohner des Geländes, eine kleine Herde aus Pinzgauer Rindern folgen neugierig den Büffeln, die sich von Zeit zu Zeit nur durch eine winzige Geste mit dem massigen Schädel Respekt und Abstand verschaffen. Zuerst drehen alle Rinder, alte und neue, ein paar Ehrenrunden um die begeisterten Zuschauer, lassen sich sogar kraulen und verschwinden später langsam in der Weitläufigkeit des Geländes. Nach und nach verabschieden sich die Zuschauer. Bei Sonnenuntergang sieht man ein kleines Grüppchen zufriedener Menschen beim Wohnmobil sitzen und auf die gelungene Überführung der Wasserbüffel anstoßen: mit Biosekt natürlich.

Keine Ahnung wo das ist ?

Kein Problem. Hier ein Kartenausschnitt von Googlemaps.


Größere Kartenansicht

Kurze Anfahrtsbeschreibung:

Ortskundige fahren ins Dorf Jettenbach direkt zum Sportplatz und parken dort. Von hier aus kann man fast einmal um das ganze Gelände herumlaufen. Die Büffel halten sich oft am anderen Ende in einem kleinen Wäldchen auf. Dazu den schönen Spazierweg zwischen Weiher und Sportplatz entlanglaufen, links plätschert ein Bach – und am Ende der elektrischen Umzäunung nach rechts über eine hölzerne Brücke bis zum Fußballplatz und noch einmal rechts am nächsten Bach entlang bis Sie wieder am Zaun stehen. Hier hopsen oft schon mal ein paar Frösche über die Wiese. Auf die Büffel muss man meist geduldig warten. Sie suchen besonders bei heißem Wetter Schutz im Dickicht.