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Barnhouse-Hafer SinaBa erhält Sortenzulassung

Der weltweit erste Spelzhafer aus rein ökologischer Züchtung wird künftig auf den Barnhouse Drei-Nutzen-Feldern wachsen.

Unser Engagement in Sachen Saatgut war erfolgreich: Ende Dezember 2017 hat der „Barnhouse Hafer“, der weltweit erste Spelzhafer aus rein ökologischer Züchtung, die offizielle Zulassung durch das Bundessortenamt erhalten.

Bei der Sorte handelt es sich um eine Züchtung des Dottenfelderhofs (Bad Vilbel), der in seiner angegliederten Landbauschule Forschung in der ökologischen Züchtung nach biologisch-dynamischen Gesichtspunkten betreibt. Mitinitiator war der Barnhouse Partner-Landwirt Sepp Braun, ein Visionär des Öko-Landbaus, der selbst jahrelang Hafer selektierte. Dr. rer. nat. Ben Schmehe, Hafer-Spezialist des Dottenfelderhofs, vollendete dann diese so wichtige Pionierarbeit. Barnhouse unterstützte mit 45.000 € die Züchtung bis zur Sortenzulassung. Der „Barnhouse Hafer“ trägt die Sortenbezeichnung SinaBa, eine Kombination aus dem Namen der Firmengründerin Sina Nagl und Barnhouse, und wird schon bald die Krunchys veredeln.

Bisher stammte das Saatgut aller Spelzhafersorten, die ökologisch angebaut werden, aus konventioneller Züchtung. Eine von Beginn an ökologisch gezüchtete Sorte gab es nicht. Dabei ist es so wichtig, unter den Bedingungen zu züchten, unter denen auch der spätere Anbau stattfindet. Bei der ökologischen Züchtung wird deshalb von Anfang an auf ökologischen Flächen gearbeitet und unter Öko-Bedingungen selektiert. Bei herkömmlichen Bio-Saatgut erfolgt oftmals lediglich die letzte Vermehrungsstufe unter ökologischen Bedingungen. Beim Spelzhafer SinaBa ist dies aber durchweg der Fall.

Der SinaBa-Hafer fügt sich dabei nahtlos in unsere Ökoanbau-Aktivitäten: Der Hafer soll zukünftig auch auf den „Barnhouse Drei-Nutzen-Feldern“ unserer regionalen Partner-Landwirte wachsen - eine Anbaumethode, die ökologische und wirtschaftliche Vorteile vereint. Dabei werden Leindotter, eine uralte Kulturpflanze und Bodenverbesserer, und Hafer gemeinsam ausgesät. Zum guten Haferertrag bietet das Feld nun durch den blühenden Leindotter wichtige Nahrung für Wildbienen. Leindotter ist eine sog. Kavalierspflanze: Er zwar geht vor dem Hafer auf (wobei er praktischerweise „Unkräuter“ verdrängt), lässt ihm aber später dann den Vortritt nach oben ans Licht. Darüber hinaus liefert die geerntete Leindottersaat wertvolles Eiweiß und Öl.

Bei Barnhouse denken wir schon weiter. „Gemeinsam mit unseren Partner-Landwirten wollen wir den Getreideanbau Schritt für Schritt weiterentwickeln und z.B. noch insektenfreundlicher machen.“, erklärt Sina Nagl. „Die nächsten Maßnahmen sind bereits in Planung.“