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So geht es mit Bio voran:

Projektpräsentation der Ökomodellregion

Waginger See - Rupertiwinkel

Wie „Bio“ vorangebracht werden kann, das stellte am Freitag, den 20. April 2018, die Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel in Gut Edermann/Teisendorf anhand dreier aktueller Kooperationsprojekte vor. Präsentiert wurde neben der Biozertifizierung des Laufener Schlachthofs und des Biogastronetzwerkes auch unser neues Ökogetreidelager Mussenmühle in Tacherting. Die beteiligten Projektpartner, darunter auch unser Partner-Landwirt Andreas Remmelberger und Barnhouse Geschäftsführerin Sina Nagl, durften in Gesprächsrunden über ihre Arbeit berichten und über Hintergründe informieren.

Teisendorf in der ÖMR Waginger See - Rupertiwinkel  Sina Nagl und Partner-Landwirt Andreas Remmelberger bei der Projektvorstellung   
 Teisendorf in der ÖMR
Waginger See - Rupertiwinkel
 Sina Nagl und  Andreas Remmelberger
bei der Projektvorstellung 

Die Projektbeteiligten mit Ministerin Kaniber

Im Anschluss wurde die Veranstaltung vor Ort in der Mussenmühle fortgesetzt. Bei strahlendem Wetter und einem vorzüglichem regionalem Bio-Büffet konnte das Lager besichtigt und in bayerischer Gemütlichkeit genetzwerkt und sich ausgetauscht werden. 

   
  gemütliches Netzwerken in der Mussenmühle 

Barnhouse Partner-Landwirt Andreas Remmelberger referierte über unser Regionalprojekt aus Sicht des Bauers und hob die Bedeutung der Preisgarantie hervor, die dem Landwirt Sicherheit bringt. Und im schönsten Bayerisch fasst er zusammen:

„Des Müsli schmeckt glei fui bessa, wemma woas, wo’s Droad herkimmt. No dazua, wenn’s von oam seiba is!“*

 

Die sehr gut besuchte Veranstaltung bekam durch die Anwesenheit der frisch gebackenen Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber ein ganz besonderes Gewicht. Unter großem Beifall verkündete die Ministerin nicht nur die weitere (wenn auch degressive) finanzielle Förderung der bestehenden Ökomodellregionen (ÖMR) für weitere drei Jahre, sondern stellte sogar die Ausweitung der ÖMRs in Aussicht. Wie gut die ÖMRs wirken, lässt sich nicht nur am Barnhouse Regional-Projekt erkennen, sondern auch daran, dass in der ÖMR Waging die Zahl der Ökobetriebe in den letzten fünf Jahren um über 60% gesteigen ist.
Eine toller Erfolg!

 

Auch wenn ihr ein faires Miteinander von konventionell und ökologisch wirtschaftenden Bauern sehr am Herzen liegt, zeigte sich Michaela Kaniber als große „Bio-Verfechterin“, die neben den wirtschaftlichen Aspekten (3.400 Bio-Unternehmen in Bayern!) auch insbesondere die Umweltvorteile für Böden, Wasser und Artenvielfalt sieht.

 

Was ist das Besondere am Ökogetreidelager?

 In der Regel haben unsere Partner-Landwirte in der Region auf ihren Höfen selbst nicht die Möglichkeit, ihren Hafer und Dinkel zu reinigen und gut und trocken zu lagern. Eine Zwischenlagerung ist aber notwendig, da das Getreide nicht sofort nach der Ernte, sondern über einen längeren Zeitraum nur auf Abruf zu Flocken weiterverarbeitet werden kann. Die entsprechende Logistik ist für den Erfolg des Barnhouse Regionalprojekts also enorm wichtig. 

     
Führung durch das Getreidelager

 

Mit dem neuen Getreidelager Mussenmühle steht den Bauern nun ein qualifiziertes Lager zur Verfügung, dass biozertifiziert, zentral gelegen und mit einer Getreidereinigung ausgestattet ist. Die Bündelung der Ernte erleichtert die Logistik für alle enorm. Und durch die Kooperation können gerade auch die unterstützenswerten Kleinbetriebe an der regionalen Wertschöpfung teilhaben. Einen besonderen Verdienst hat hier die rührige Brauerei Stein, die dieses Projekt vorangetrieben hat und für ihre Biobraugerste nutzt. 

Herzlichen Dank an ÖMR-Managerin Marlene Berger-Stöckl, ihrem Team und allen Beteiligten für diese rundum gelungene und sehr informative Veranstaltung!


 

*Übersetzung: „Das Müsli schmeckt gleich viel besser, wenn man weiß, woher das Getreide kommt. Noch dazu, wenn es von einem selbst ist!“